Der Calmont ist der steilste Weinberg Europas — bis zu 65 Grad Hangneigung, Schiefer, Rebterrassen und darüber der Blick auf die Moselschleife. Der Klettersteig führt quer durch diesen Hang zwischen Bremm und Ediger-Eller. Trotz des Namens wird hier nicht geklettert: Der Weg ist mit Leitern, Trittbügeln, Trittstiften und Sicherungsseilen ausgebaut, ein Klettersteigset braucht niemand.
Für wen — und für wen nicht
Der Steig ist etwas für trittsichere und schwindelfreie Wanderer. Es gibt ausgesetzte Passagen, an denen der Hang direkt neben dem Weg steil abfällt. Wer damit Schwierigkeiten hat, ist auf dem Höhenweg besser aufgehoben — dazu unten mehr.
Nicht geeignet ist die Strecke für:
- Kinderwagen und Kindertragen — über Leitern und Trittstifte kommt man damit nicht durch
- kleine Kinder — Wander- und Klettersteigportale raten frühestens ab Grundschulalter, und auch dann nur mit Wandererfahrung
- Menschen mit Höhenangst
- nasse Tage — auf feuchtem Schiefer wird es rutschig, von einer Begehung bei Nässe wird abgeraten
Gut zu wissen
- Ausrüstung: feste Wanderschuhe mit Profil genügen. Klettersteigset und Helm sind nicht erforderlich. Wanderstöcke stören an den Leitern eher, als dass sie helfen.
- Unterwegs gibt es kein Wasser und keine Einkehr. Getränke gehören in den Rucksack, im Sommer reichlich.
- Der Hang liegt nach Süden. An heißen Sommertagen steht die Sonne den ganzen Tag darauf, und es wird dort oben deutlich wärmer als unten im Ort. Ein früher Start ist an solchen Tagen die vernünftigere Variante.
- Eine feste Sperrung gibt es nicht — der Steig ist ganzjährig begehbar. Ob er an einem bestimmten Tag sinnvoll ist, entscheidet das Wetter.
- Beide Richtungen sind möglich, von Bremm aus oder von Ediger-Eller aus.
Die Alternative ohne Kletterpassagen
Wer die Aussicht möchte, aber nicht die Leitern, nimmt den Calmont-Höhenweg. Er verläuft oberhalb der Steillagen ohne die ausgesetzten Stellen und führt ebenfalls zum Gipfelkreuz. Ganz entspannt geht es unten am Moselufer entlang zurück.
Was unterwegs und oben zu sehen ist
Auf dem Gipfelplateau steht ein wiederaufgebauter gallo-römischer Umgangstempel — hier oben lag in römischer Zeit ein Höhenheiligtum. Das Gelände ist frei zugänglich, eine Infotafel erklärt die Anlage, daneben gibt es eine Aussichtsplattform über das Moseltal. Vom Weg aus sieht man außerdem die Ruine von Kloster Stuben unten in der Moselschleife.
Die Reben links und rechts des Weges werden in Handarbeit bewirtschaftet — anders geht es bei dieser Neigung nicht. Wer wissen möchte, was daraus entsteht: Das Weingut Kilian Franzen und das Wein- und Sektgut Leitzgen bewirtschaften beide Parzellen im Calmont und sitzen im Ort.
Der Einstieg auf der Bremmer Seite liegt mitten im Ort, ganz in der Nähe unserer Ferienwohnungen. Mehr über Bremm selbst steht in unserem Ortsporträt.